Ankunft einer Marschkolonne polnischer Kriegsgefangener im Stalag X B Sandbostel


Auf dem Marsch von Groß Born nach Sandbostel. Undatierte Zeichnung von Wieslaw Chrzanowski, Oberleutnant der Armia Krajowa und Kriegsgefangener in den Lagern Fallingbostel, Bergen-Belsen, Groß Born, Sandbostel und Lübeck. (Stiftung niedersächsische Gedenkstätten/Dokumentationsstelle Celle)
Auf dem Marsch von Groß Born nach Sandbostel. Undatierte Zeichnung von Wieslaw Chrzanowski, Oberleutnant der Armia Krajowa und Kriegsgefangener in den Lagern Fallingbostel, Bergen-Belsen, Groß Born, Sandbostel und Lübeck. (Stiftung niedersächsische Gedenkstätten/Dokumentationsstelle Celle)

„Was wir in Sandbostel gesehen haben, übertraf unsere schlimmsten Erwartungen. Überall ein unbeschreiblicher Schmutz, überall Abfallhaufen, irgendwelche Gemüsehalden, Stapel von Brettern und anderem Baumaterial, hinzu kam noch das Organisationschaos, auf die Zuteilung unserer Quartiere mussten wir mehrere Stunden lang warten.“ So schildert Jerzy Jabrzembski, Offizier der polnischen Heimatarmee (Armia Krajowa), später seine ersten Eindrücke.

Bei ihrem Eintreffen in Sandbostel haben die Kriegsgefangenen mehr als 600 Kilometer Fußmarsch hinter sich. Sie kommen aus dem Lager Groß Born in Pommern, das am 28. Januar bei Annäherung der sowjetischen Truppen geräumt worden ist. 5.000 Gefangene werden bei starkem Frost und Schneesturm in Richtung Westen getrieben, darunter auch 500 Männer, die erst am 12. Januar im Zuge der Auflösung des Kriegsgefangenenlagers Bergen-Belsen mit dem Zug nach Groß Born transportiert worden sind.

Nach kurzem Aufenthalt in Sandbostel werden die polnischen Gefangenen am 11. April erneut zu Fuß in Marsch gesetzt und erreichen schließlich das Offizierslager Lübeck, wo sie am 2. Mai von britischen Truppen befreit werden.

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