Die Auflösung des KZ Holzen


Camille Delétang. Zeichnung von Eugéne Labreux, 29. September 1944. (KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora)
Camille Delétang. Zeichnung von Eugéne Labreux, 29. September 1944. (KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora)

Das KZ-Außenlager „Hecht“ in Holzen (Kreis Holzminden) gehört zu einem Komplex zur Verlagerung von Rüstungsproduktion in Bergwerksstollen im Umfeld der Stadt Eschershausen. Seit August 1944 entstanden hier Lager für mehr als 5.000 KZ-Häftlinge, Strafgefangene und Zwangsarbeiter.

Am 31. März 1945 wurden 696 Häftlinge in Güterwagons verladen und in das KZ Buchenwald gebracht. Weitere ca. 350 Häftlingen gingen am 5. April 1945, unter ihnen der Franzose Camille Delétang, auf Transport über Salzgitter-Drütte in das KZ Bergen-Belsen. Am 8. April geriet der Transport in Celle in einen alliierten Luftangriff mit zahlreichen Toten. Delétang überlebte. Seine Zeichnungen aus dem KZ-Holzen wurden bei der Flucht vor den Bomben gestohlen.

Die Dokumente wurden nach dem Luftangriff in Celle gefunden und 2012 an die KZ Gedenkstätte Mittelbau-Dora übergeben.

Literatur:
Jens-Christian Wagner (Hg.), Wiederentdeckt. Zeugnisse aus dem KZ-Holzen, Göttingen 2013.

 Website:
www.dora.de

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