Rückkehr der italienischen Offiziere in das Lager Wietzendorf


Im Lager Wietzendorf - Sommer 1945. Der zweite von rechts ist Giovanni Guareschi, bekannt durch seine Geschichten über Don Camillo und Peppone (Foto: Privatbesitz)
Im Lager Wietzendorf - Sommer 1945. Der zweite von rechts ist Giovanni Guareschi, bekannt durch seine Geschichten über Don Camillo und Peppone (Foto: Privatbesitz)

Acht Tage zuvor waren die italienischen und französischen Offiziere aus dem Oflag 83 Wietzendorf von den Briten auf einen Fußmarsch nach Bergen geschickt worden. Dort bezogen sie Quartier in den von den deutschen Bewohnern geräumten Häusern.

Pietro Testa, Vertrauensmann und Kommandant der Italiener erinnert sich:
„Die neun Tage in Bergen vergingen wie ein Traum aus tausend und einer Nacht. […] In den ersten Tagen erfuhr ich, daß im KZ Belsen 300 Italiener waren, und ich brachte Ihnen mit einem Lastwagen Lebensmittel. Am dritten Tag begann der Rückflug der Franzosen, 500 pro Tag. Auch wir sollten Passagierlisten zusammenstellen“

Entgegen ihren Hoffnungen müssen die italienischen Offiziere am 30. April gemeinsam mit den im Konzentrationslager Bergen-Belsen befreiten Italienern zunächst wieder in das Lager Wietzendorf zurückkehren. Einige Kranke bleiben in Bergen im Lazarett zurück und werden dort medizinisch versorgt. Erst nach weiteren drei Monaten können die ersten italienischen Offiziere in die Heimat zurückkehren.

Literatur:
Pietro Testa: Wietzendorf, Rom 1998.

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