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Kanadische Truppen befreien sowjetische Kriegsgefangene in Oldenburg


Nach der Befreiung, 3. Mai 1945. Fotograf: Lieutenant Barney J. Gloster (National Archives of Canada, Ottawa, PA 197912)
Nach der Befreiung, 3. Mai 1945. Fotograf: Lieutenant Barney J. Gloster (National Archives of Canada, Ottawa, PA 197912)

Am 3. Mai 1945 wird Oldenburg kampflos an die vorrückenden kanadischen Truppen übergeben.

Das Foto zeigt Captain J.M. Robertson am Lager Müllers Parkhaus. Der offizielle zeitgenössische Bildkommentar lautet: „Hier sehen wir Captain J.M. Robertson aus Calgary, der durch Stacheldraht hindurch russischen Kriegsgefangenen die Hand reicht. Die Gefangenen wurden freigelassen, als die Kanadier die Stadt eroberten. Unsere Gruppe war die erste, die dieses Lager mit 150 russischen Gefangenen erreichte.“

Die zu einem Kriegsgefangenenlager umgebaute Gastwirtschaft Müllers Parkhaus in Oldenburg war bis Mitte 1941 mit französischen Kriegsgefangenen belegt. Ab September 1941 wurden dort sowie im Lager Krückeberg die beim Straßenbau eingesetzten sowjetischen Kriegsgefangenen untergebracht – zeitweise bis zu 300 Gefangene.

Etwa 45 von Ihnen starben bis zur Befreiung am 3. Mai 1945 – die Mehrheit bereits im Herbst 1941. Die Gefangenen wurden auf dem jüdischen Friedhof in Oldenburg bestattet.