Überstellung von drei sowjetischen Kriegsgefangenen an die Geheime Staatspolizei in Lüneburg


Kommandanturbefehl des Stalag X B Sandbostel vom 22. März 1945. (Deutsche Dienststelle Berlin, Mappe „Sowjet. Rus. Kgf.. Stalag X“)
Kommandanturbefehl des Stalag X B Sandbostel vom 22. März 1945. (Deutsche Dienststelle Berlin, Mappe „Sowjet. Rus. Kgf.. Stalag X“)

Der Kommandant des Stalag X B Sandbostel teilt dem Kommandeur der Kriegsgefangenen im Wehrkreis X in Hamburg die Überstellung von drei sowjetischen Kriegsgefangenen an die Gestapo Lüneburg mit.

Efim Neshenez, Timofij Utkin und Fedor Krasnokutski gehören dem Arbeitskommando 1239 Ratsmühle in Lüneburg an. Ihnen wird vorgeworfen, während eines Fliegeralarms Schokolade, Zucker und Kleidungsstücke gestohlen zu haben. Der Kommandant des Lagers Sandbostel bewertet dies als so schwerwiegend, dass ihm die „Entlassung“ aus der Kriegsgefangenschaft erforderlich erscheint. Damit verlieren die drei ihren Status als Kriegsgefangene. Der Übergabe an die Gestapo folgt in der Regel die Einweisung in ein Konzentrationslager. Das weitere Schicksal von Efim Neshenez, Timofij Utkin und Fedor Krasnokutski ist nicht bekannt.

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