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Der italienische Militärinternierte Mauro Salvatore stirbt im Krankenhaus Hameln


Foto: Roland H. Bueb / CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)
Eines der fünf Gräberfelder der Italienischen Kriegsgräberstätte auf dem Friedhof Hamburg-Öjendorf | Foto: Roland H. Bueb, 2014 / CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)

Mauro Salvatore wurde am 18. Dezember 1913 in Casabono bei Cotrone in der Provinz Catanzaro (Italien) geboren. Er diente in der italienischen Armee und kämpfte somit zunächst auf der Seite der deutschen Wehrmacht.

Nachdem die Alliierten in Italien gelandet waren und nach Norden vorrückten, schloss Italien im September 1943 einen Waffenstillstand mit den Westmächten. Dadurch wurden im deutschen Machtbereich aus den verbündeten Soldaten sogenannte Militärinternierte. Um den italienischen Diktator Mussolini, der ein Restgebiet im Norden Italiens beherrschte, politisch zu stützen, war diese im Kriegsvölkerrecht nicht vorgesehene Bezeichnung gewählt worden, um zu verdecken, dass es sich faktisch um Kriegsgefangene handelte.

Als Militärinternierter musste er in der Zuckerfabrik Emmerthal in Kirchohsen Zwangsarbeit leisten und in einem Werkslager für Italiener wohnen. Die Militärinternierten sollten den deutschen Arbeitern gleichgestellt werden, wurden jedoch allgemein als Verräter angesehen. Das führte dazu, dass sie in den Betrieben, in denen sie eingesetzt waren, besonders schlecht behandelt wurden.

Mauro Salvatore starb am 25. Februar 1945 im Krankenhaus Hameln an Tuberkulose und wurde auf dem Friedhof Wehl bestattet (Feld F I/36). Wie die anderen dort bestatteten Italiener, wurde er am 10. Januar 1958 auf den zentralen italienischen Ehrenfriedhof in Hamburg-Öjendorf umgebettet.